"In diesem Raum darf eine Spur aus der Tiefe der Person auf ein Blatt fließen.

Welch' ein Geschehen, wenn es auf das Geschehen ankommt und nicht auf das daraus Entstandene."

Arno Stern











  Malort und Malspiel - Gegebenheiten


Der Ort

Der MALORT ist ein Ort der Beständigkeit.

Besondere Gegebenheiten laden ein zum Spiel mit Farbe und Form.

Der Raum ist mit Malwänden ausgestattet, die das Malen im Stehen ermöglichen. Somit wird der ganze Körper in den Malprozess miteinbezogen.

Ein Palettentisch mit 18 leuchtenden Gouachefarben und reinen Naturhaarpinseln bildet den Mittelpunkt des Raumes und ist Treffpunkt aller Malenden. Das weiße Blatt an der Wand (Grundformat 50 x 70 cm) ist der eigene Raum, der bedürfnisentsprechend gestaltet und bei Bedarf erweitert werden kann. Wer diesen Raum betritt, lässt Alltägliches zurück. Der Mensch wird hingelenkt auf seine innere Bilderwelt.


Die Malenden

Menschen jeden Alters, ab ca. 3- 4 Jahren, bilden ohne Altersdifferenzierung eine Gruppe. Das altersübergreifende Malen ist eine Bereicherung für alle TeilnehmerInnen. Üblichen Vergleichen wird auf natürliche Weise entgegengewirkt.


Spielregeln und Freiheit

Spielregeln ermöglichen ein ungestörtes Malen.
Wertschätzung und Repekt innerhalb der Gruppeund im Umgang mit den Materialien führen zur Wertschätzung sich selbst gegenüber.

Das Gemalte wird nicht besprochen, bewertet oder gedeutet. Die Malenden können sich von eigenem Anspruch als auch von fremder Erwartungshaltung lösen und das Malen als Spiel genießen.

Tun und Erleben stehen im Mittelpunkt.

Das Erleben des Augenblickes ermöglicht inneren Impulsen zu folgen und sich ganz dem Malgeschehen hinzugeben. Einer immer komplexer erscheinenden Außenwelt kann durch schöpferisches Tätig-Sein begegnet werden. Das Tätig-Sein ergreift den ganzen Menschen, führt ihn zu sich selbst und stärkt ihn in seiner Eigenart.


Die dienende Haltung

Die Malbetreuung ermöglicht Raum für den individuellen schöpferischen Ausdruck. Meine Aufgabe als Malbetreuerin ist eine einfache und dennoch höchst anspruchsvolle Tätigkeit. Ich bediene die Malenden, indem ich Reißzwecken versetze, Hocker, Leitern reiche,Tropfen wegwische… Sämtliche Hindernisse werden aus dem Weg geräumt, damit ungestört gemalt werden kann. Mit der „Formulation“ vertraut, (universelles System von Urgebilde) bin ich Zeugin der Bilderwelten, die einzigartig und unverwechselbar entstehen, so wie jeder Mensch einzigartig ist.

Im Gewahrsein für den Malprozess jedes/r Einzelnen und zum Wohle der Gruppe sorge ich für Einhaltung der wenigen Regeln und somit für eine beständige wohlwollende konzentrierende Atmosphäre, in der die Malenden mit zunehmender Freiheit gestalten.


Schöpferisch sein als Weg

Während das Kind in der Regel noch spontan und selbstverständlich malt, müssen wir Erwachsenen Gewohnheiten und Absichten ablegen, um zum eigenen Ausdruck zurück zu finden. Aber auch Kinder fällt es heute zunehmend schwerer, unbefangen und frei zu spielen.
Regelmäßiges Malen fördert das Selbstvertrauen. Mit zunehmender Sicherheit spielt jeder das eigene Spiel inmitten der anderen. Der Mensch kommt „in Fluss“ und zu sich selbst.

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