Arno Stern im Malort von Regine Schulze (2002)
  Malort und Malspiel - Ursprung

Der Begriff „Malort“ wurde von Arno Stern geprägt. Sein besonderes Malverfahren beruht auf einer über 60 jährigen Erfahrung in der Malbetreuung von Menschen jeden Alters. Kinder, Jugendliche und Erwachsene kommen in seinen Pariser „Closlieu“ (Malort), um sich ohne Einmischung von außen auf die eigene innere Bilderwelt zu konzentrieren und diese als natürliche Spuren ausfließen zu lassen.

Forschungstätigkeiten im In- und Ausland bestätigten seine Annahme, dass überall auf der ganzen Welt - unabhängig von Kultur und Herkunft - die gleichen Urformen gemalt werden. Dieses universale System von Pinsel und Farbe nannte er „Formulation“ und begründete daraus die „Ausdruckssemiologie“.

„Was an uns herantritt ist vielseitig, ist vergänglich, betrifft uns nur teilweise. Der Kern unseres Wesens hingegen ist beständig. Aus ihm keimt das wundersame Ausdrucksgeschehen. Es entwickelt sich, es offenbart sich in wiederholenden Spuren (…).

Anstelle vieler Möglichkeiten tritt die einzige Notwendigkeit, und dieses Vollbringen, nämlich sich dem Ausdruck hingeben, bedeutet „Grenzenlos sich sein.“
Arno Stern